Kämpfen für Leipzig – Selbstmord gegen Lok
"Das sind keine Fans von Lo , das sind Idioten, die dem Verein schaden wollen und sonst nie da sind." - So oder so ähnlich wird man es morgen wieder in der Presse lesen können , wenn der Vorstand wieder einmal versucht, zu erklären, was passiert ist, obwohl es anders gewesen ist.
Momentaufnahme in Leipzig: Sonntag - strahlender Sonnenschein. In ganz Leipzig regt es sich, überall knistert es, und eine Farbkombination regiert die Straße - Blau-Gelb! Jeder ist auf der Suche, wo sind sie nur ? Wo sind die grün-grauen Kasperköpfe? Es ist die Suche nach einer Nadel im Heuhafen. Denn sie verstecken sich. Sie lassen es nicht zu, daß man sie erkennt. Irgendwie versuchen Sie, unbemerkt ins AKS zu kommen. Um dort per Bus-Transfer zum Stadion zu gelangen. Doch es sollte ihnen nicht gelingen. So wie bei jedem Derby: LOK beherrscht die Straßen nach Belieben. Was dem einen oder anderen Grün-Weißen nicht gefallen haben dürfte
Im Stadion lange Zeit tote Hose, bis - ja bis man eine neue Sportart erfunden hatte, "Selbstmord gegen Lok". Der wrste Preis war eine Solo-Fahrt mit dem Krankenwagen. Diese wurden auch nach dem Spiel in Massen gebraucht. Die Festwiese lud nach dem Spiel zum Tanzen und Spielen ein, und wurde entsprechend reichlich genutzt.
In diesem Sinne "Sport Frei!" - und: ihr Bauern, kniet nieder, Lok Leipzig ist zu Gast!
Derbyzeit – Kuschelzeit?
Wenn man im Moment die Boulevard-Presse liest, dann weiß man nicht, ob man sich freuen oder doch nur mit dem Kopf schütteln soll. Da wird subventioniert und subventioniert: ein Fanprojekt, ein "Wir haben uns alle lieb"-Film vom Lok-Kameramann gedreht, leipzigweit werden "Wir sitzen im selben Boot"-Plakate geklebt.
Der gemeine Fan kann damit nichts anfangen. Nein, wir sind keine Freunde, wir sind nicht fair, wir sind nicht auf einer Stufe mit den FC Sachsen! Wir sind LOK! Wir sind gepflegt, elitär und arrogant. Wenn wir kommen, haben sich die Schaben in ihre Löcher zu verkriechen. Wo wir sind, ist oben. Wir haben es nicht nötig, uns den Leuten des FCS anzubiedern.
Derbyzeit ist Kampfzeit! Ein jeder Mann an jedem Ort, einmal in der Woche ist Sport. Mühevoll wurde es sich erkämpft, daß zu Derbyzeiten der Ortsnachbar seine grün-grauen Utensilien verstecken muß. Und genau darauf ist man als LOK-Anhänger stolz. Und genau diesen Zustand gilt es zu verteidigen!
Daher gilt auch am Sonntag: Derby ist immer! Gerade machen für LOK!
