Es gibt auch solche Konzerte – Kategorie C am 13. März im Lagerhof
Sie gehen am 13. März in den Leipziger Lagerhof und pogen zur Band “Kategorie C“, wenn das Konzert nicht von staatlicher Seite untersagt wird.
Kann man sich seine Fans aussuchen? Und wie hat die Band “Kategorie C“ oder seit Neuerem “KC – Hungrige Wölfe“ sich entschieden? Die Frage hat sich ehedem auch die Band “Böhse Onkelz“ gestellt und sich nach Jahren eindeutig positioniert – nach Jahren des Erfolges auch in eben jener Szene, die sie dann als “blöde Nazis“ bezeichneten. Augenscheinlich haben sie Nachfolger, aus einer ähnlichen Gemengelage, entstanden, gefunden. Seit Jahren geistert zur Bremer Musikkappelle “Kategorie C“ die Bezeichnung "Naziband" durch die Lande. Konzerte werden untersagt. Die Band distanziert sich seit neuerem gegenüber der neofaschistischen Szenerie auf ihrer Internetseite.
Ob das etwas am Gesamtbild ändert?
Immer wieder wird zu Recht darauf hingewiesen, daß Sänger Hannes Ostendorf 1991 an einem Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft in Bremen beteiligt war und daß er der Bruder des NPD- und Blood and Honour-Aktivisten Henrik Ostendorf ist und bleibt. In Texten der Band wie im Song “So sind Wir“ ist die Hauptaussage, daß man sich nicht von einem undefinierten Weg abbringen lassen will und Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung beständig in Betracht oder eher vorzieht. Der Bandname “Kategorie C“ ist Polizeijargon und bezeichnet die Fans eines Fußballspieles, welche nur mit einem Ziel in der Nähe eines Stadions herumstreichen, um gewaltsame Kommunikation mit den anderen Gestalten des jeweiligen Gegnerclubs auszuüben. Meist natürlich in den unteren Ligen, meist im Osten Deutschlands.
Aber was ist das eigentlich für ein Phänomen, welchem auch solche Menschen wie der heutige Präsident von Lokomotive Leipzig, Steffen Kubald, in jüngeren Jahren ebenfalls frönten. Da treffen sich junge Männer auf einer Wiese, um sich gegenseitig nach Strich und Komma zu verprügeln. Das stößt zu Recht auf, aber wer sich den Film “Fightclub“ mal in Ruhe angesehen hat, weiß auch, worum es hier geht. Man bleibt dabei unter sich.
Es geht um das alte Jägerthema von Männern, scheinbare Freundschaft und ein Zusammengehörigkeitsgefühl, wie es sich eben in Subkulturen bildet, die sich über gemeinsame "Schlachten" neben dem Stadion definieren. Man hält zusammen und geht bis an körperliche Grenzen, für die früher Männer in Kriegen hoch dekoriert wurden. Sinn suchende Bürohengste sind das negative Gegenbild geworden, vielleicht auch, weil ihre "Vergehen" meist größere Auswirkung haben als Musikkonsumenten in einem entbehrlichen Konzert.
Und wer 383.208 Aufrufe bei MySpace zu verzeichnen hat, wie die Band "Kategorie C", ist ganz augenscheinlich mit seinen Aussagen über eine andere Realität nicht ganz allein. Das sollte wohl eher tiefe Bedenken hervorrufen, schließlich sind die Konzerte der Band schneller ausverkauft, als man “Kommerz“ sagen kann.
Sicher wird man an diesem Abend die vollständige Riege der Blue Caps im Lagerhof antreffen können, samt der "Schnittmengenvertreter" aus den Reihen der Nationalen Sozialisten aus Reudnitz. Also eben die, welche ehedem schnellstmöglich den Tod Michelles zur politischen Propaganda nutzten und nun scheinbar den Wachschutz für das NPD-Büro an der Odermannstraße stellen. Weil genau hier ihre einfachen, dumpfen Wahrheiten in die Welt gebrüllt werden. “Wir steh'n auf Fußball und Gewalt“, lautet eine Kernaussage der musikalisch eher mittelmäßigen Band aus Bremen. Von Politik in der Tat keine Spur.
Die von der Antifa an diesem Tag angesetzte Demonstration in der Nähe des Lagerhofes ist vor dem Hintergrund, gegen Gewalt zu sein, ein Teil eines bekannten Spiels. Hier möchte man die Absetzung der Veranstaltung erreichen. Sollte sie dennoch stattfinden, steht eines fest. Am Freitag kann man im Lagerhof jede Menge alkoholisierte Männer treffen, die nicht wissen, wohin mit ihrer Kraft. Spielen wird dann eine Combo, bei der die Musikanten auf der Bühne versuchen, seit neuerem betont unpolitisch aufzutreten.
Die Wirklichkeit dieser Band und ihrer gesamten Fanszene verbirgt sich dann wohl doch eher etwas unfreiwillig hinter den Zeilen des "Kategorie C"-Songs “Eine nächste Runde“:
“Es ist wieder mal ein Tag von vielen,
an dem die Wut mich fast zerfrißt,
Die Probleme mich zerreißen
Und ich nicht weiß, was richtig ist.“
Und raus bist du: Lok Leipzig erteilt Gruppierung “Blue Caps” Hausverbot im Plache-Stadion
Steffen Kubald und die dreisten Lügen bei Claudia Roth
Der 1. Vorsitzende scheint kräftig an Demenz zu leiden, wenn man folgendes Interview - zu finden hier - durchliest:
Auszug: "[....] Wieder im Theater der Jungen Welt am Lindenauer Markt, traf sich die grüne Gruppe mit Steffen Kubald (Vereinsvorsitzender von Lok Leipzig), um mit ihm über die rechtsextremen Auswüchse bis vor zwei Jahren zu sprechen, die Leipzig zu vielen Negativ-Schlagzeilen verhalfen.
Fußball und Rechtsextremismus. Steffen Kubald erzählt der Grünen-Bundesvorsitzenden den Prozess des 1. FC Lok, wie Personen und Aktionen den Verein in die rechte Ecke schieben ließen. Nicht unerheblich dabei sind inhaltliche Verknappungen seitens der Fans, dass der nun insolvente 1. FC Sachsen Leipzig eher von links betrachtet wird und Lok eher rechts.
Wolfram Leuze freut sich über die Entwicklung bei Lok Leipzig, dass nach den schweren Ausschreitungen im Februar 2007 (Spiel Lok Leipzig gegen Aue II in Probstheida) ein offensiver Umgang, bzw. klare Abgrenzung mit und von den Rechtsextremen (“Blue Caps“) erfolgt ist. Leuze begrüßt die Bemühungen des Lok-Vorstandes rechtsextreme Ausschreitungen zu unterbinden.
Angst vor den Rechten hat Herr Kubald mit dem Ausschluss der “Blue Caps“ aus dem Verein nicht. Nach Kubald waren die Ausschreitungen von 2007 der Wendepunkt bei Lok, dass man gegen Rechts vorgehen muss. 27 Hausverbote, davon noch 13 gültige und einige Stadionverbote waren und sind belegbare Resultate, dass der Vorstand entschieden und schnell reagiert hat.
Der Kampf des Lok-Vorstandes gegen die “Blue Caps“ (mit den vermuteten Kontakten mit den Freien Kräften in Stötteritz) war nach den Ausschreitungen von 2007 klar. Hinzu kommt der Michelle-Fall 2008. “Todesstrafe für Kinderschänder“ sollte als Banner auf die Lok-Seite. „Selbsternannte Polizisten“, sagte in diesem Zusammenhang Kubald. Das Banner gibt es auf der Lok-Seite nicht. [...]"
Sehr geehrter Herr Kubald, da Sie scheinbar im fortgeschrittenem Alter den Anfang der Demenz zu durchleben scheinen, hier noch einmal die tatsächlichen Abläufe und Fakten. Damit Sie nie wieder eine Abgeordnete anlügen müssen...
- Die Ausschreitungen gegen Aue II waren in der großen Menge weder Nationalisten noch Sympathisanten. Sie haben lediglich gegenüber Personen Stadion-Verbote ausgesprochen, die Sie in der Szene vermuteten - obwohl einige bei den Ausschreitungen nicht einmal in Leipzig waren.
- Auch bekamen die Blue Caps kein Stadionverbot. Dazu reicht die einfachste Mathematik. Zur Zeit gibt es nach Ihren Angaben 13 Stadionverbote. In dieser Zahl sind bereits die "bösen 7" drin, die von Anfang an SV bekommen haben, darunter nur eine Person von den BCL ist. Bleiben also noch 6 Stadionverbote. Von den restlichen 6 sind 2 persönlich bekannt. Dies betrifft Verurteilte nach dem Aue II Spiel. Selbst im Optimalfall wäre es für alle sehr interessant, wie man 21 Blue Caps mit 4 Stadionverboten belegt.
- Wie abartig pervers Sie jedoch sind, zeigt sich in der Letzten Großen Lüge. Niemals wurde darum gebeten, ein Banner mit dem Text "Todesstrafe für Kinderschänder " auf die Lok-Homepage zu nehmen. Sondern es wurde nachgefragt, ob man die Suchanzeige der Polizei auf die Lok-Seite setzen kann. Es wurde gefragt, ob das Bild von Michelle und deren Angaben aufgenommen werden. Dies wurde von Ihnen verneint. Man wolle sowas nicht auf der Pag . Nun, sein Gewissen und seine Gewissenbisse mit einer perversen Lüge rein zu waschen, ist das allerletzte, menschlich die unterste Schublade
BCL
Lok Leipzig und die NPD
Ein in zwei Wochen erscheinender "Schmöker" sorgt bereits jetzt für großen Wirbel. Olaf Sundermeyer und Christoph Ruf verfaßten das Buch "In der NPD - Reise in die National Befreite Zone". Sie selbst geben auf Ihrer Buchseite an
" Zwei Jahre lang haben die Autoren dort recherchiert, wo die rechtsextremen Milieus prosperieren. Sie waren auf Europas größtem Rechtsrock-Festival und bei Aufmärschen der autonomen Nationalisten. Sie waren dort, wo die NPD Sportvereine und Feuerwehren unterwandert. Und sie haben alle maßgeblichen Vertreter der Partei getroffen – auch in den Dörfern und Kommunen, in denen der Sprung an die Macht vorbereitet wird. So unmittelbar wie Olaf Sundermeyer und Christoph Ruf hat sich bislang noch kein Journalist mit der NPD befaßt."
So versuchen Sundermeyer und Ruf, mit Halbwahrheiten und "Information aus der Antifa" (Zitat Ruf ) eine Brücke zwischen den Gründungsmitgliedern, uns Blue Caps und einem bekannten Lok Ultra zur Partei zu bauen. Es wird darauf hingewiesen, daß man zu diesem Themen Komplex "Lok Leipzig und die NPD" mit dem WDR zusammen gearbeitet hat, der zur selben Zeit ein ähnliches Sujet bearbeitet hat. Wir erfahren aus dem Buch, warum Ausländer und Neger bei Lok nichts zu suchen haben und welche Blue Caps zu welcher nationalen Veranstaltung zu Gast waren. Zu guter letzt wird dem Leser erklärt, welcher Zusammenhang zwischen dem ehemaligen Rechsminister Rudolf Hess und der Gründung von Lok bestehen.
Alles in allem dürfte das 12,95 € teure Buch lediglich zur Erheiterung auf der Toilette dienen, um die Blätter wenigstens noch einigermaßen sinnvoll nutzen zu können...
Pressemitteilung
Stellungnahme:
Wir, die BLUE CAPS LE ‘06, werden die Vorwürfe seitens der LVZ (Leipziger Volkszeitung), der SPD Leipzig und diverser linker Medien nicht einfach wortlos hinnehmen.
In der Vergangenheit wurden immer wieder Stimmen laut, daß die BLUE CAPS LE ‘06 eine Ansammlung rechter “Chaoten” seien. Diese Anschuldigung wird in aller Form zurückgewiesen. Wir als BLUE CAPS LE ‘06 haben seit Anbeginn unserer Gründung im September 2006 keinerlei Politik ins Stadion oder später ins Fanprojekt der Stadt Leipzig getragen! Die einzelnen und meist auch verschiedenen Meinungen der einzelnen Mitglieder sind allen bekannt und wurden schon immer von der ganzen Gruppe akzeptiert. Man war sich stets im klaren, daß es im Stadion nicht um Politik, sondern um unseren FCL geht! Wie jedem mittlerweile bekannt sein sollte, hat die Verbotspolitik der Stadt Leipzig, des Fanprojektes und des Vereins Lok Leipzig ohne jegliche Anhörung oder Chance, sich zu rechtfertigen, zugeschlagen und uns BLUE CAPS LE ‘06 aus dem Stadion und dem Fanprojekt per Hausverbot ausgeschlossen, was natürlich ein Zustand ist, den man so nicht hinnehmen kann und wird! Auch wurden Stimmen laut, man sein nur im Fanprojekt, um “rechtes” Gedankengut zu verbreiten. Dazu sei nur eins gesagt, die BLUE CAPS LE ‘06 engagieren sich seit Übergabe der Immobilie bis zur offiziellen Eröffnung mit aller Arbeitskraft für das Projekt und sahen die Arbeit im Fanprojekt immer als große Möglichkeit, sich in seinem Fan-Dasein entwickeln zu können. Daher trat man auch dem Fanprojekt und dessen Leiter Udo Überschar und Rainer Maslok immer mit dem nötigen Respekt gegenüber! Wir werden auch die Lügen, die über uns verbreitet werden, nicht wortlos hinnehmen. So ist es Fakt, daß wir weder mit den antisemitischen Schmährufen in Jena noch mit irgendwelchen gestellten Hakenkreuzen etwas zu tun haben. Wir verbitten es uns und empfinden es als eine bodenlose Frechheit, daß unter anderem linke Hetzmedien (www.lizzy-online.de , http://de.Indymedia.org ) uns mit solchen “Aktionen” in Verbindung bringen wollen!
Zum Banner auf unserer Seite:
Wir wissen genau, wer die Freien Kräfte Leipzig sind, was sie machen und für was sie sich einsetzten. Doch ist es kein Ausfluß von Gesinnungspolitik, was alle gemeinsam dazu bewogen hatte, auf diese eine Demonstration aufmerksam zu machen, sondern vielmehr der gesunden Menschenverstand. Die Blue Caps LE ‘06 sind mittlerweile auf einer Lebensstufe angelangt, auf der viele Familienväter Mitglieder sind. Und so ist es für uns als selbstverständlich anzusehen, daß man auf eine Demonstration, bei der es um die Zukunft und auch um den Schutz unsere Familien geht, aufmerksam macht. Daß wir nun in eine Ecke gedrängt werden, weil der größte Teil eine nationale Einstellung trägt, ist uns unklar, da man bisher nie solche “Werbung” machte bzw. - wie bereits erwähnt - im Zusammenhang mit dem 1. FC Lok noch nie politisch als Gruppe aufgefallen ist.
Zum weiteren Werdegang der Gruppe BLUE CAPS LE ‘06 sei nur soviel gesagt, daß wir gefestigt als Gruppe den Weg in die Zukunft antreten werden, egal wohin auch immer uns dieser Weg führen wird!
Diese Stellungnahme wurde mit Einverständnis aller Mitglieder verfaßt und öffentlich gemacht.
BLUE CAPS LE ’06 17. 10. 2008
